Nach dem Bürgerkrieg

Sri Lankas Abrutschen in einen autoritären Staat

  • Frederik Lange (Autor/in)

Abstract

Mitte der 1970er Jahre hat die Transformationsforschung vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der ehemaligen kommunistischen Regime Osteuropas und der dortigen Demokratisierungsbewegungen starke Impulse erhalten. Allerdings wandeln sich Systeme nicht zwangsläufig von „autoritativ“ in „demokratisch“ – es geht eben auch anders und Sri Lanka ist so ein Fall. 1948 erhoffte man sich viel von dem jungen demokratischen Staat in Südasien, seit den 1970er und 1980er Jahren jedoch hat er sich zu einer höchst illiberalen Demokratie entwickelt und weist seit der Präsidentschaft von Mahinda Rajapaksa im Jahre 2005 zunehmend autokratische Züge auf. Wir sprechen von einem Verlust der bürgerlichen Freiheiten und der politischen Rechte. Der vorliegende Artikel will Gründe hierfür beleuchten.