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Indiens neue Rolle nach dem amerikanisch-indischen Nuklearabkommen

  • Karsten Frey (Autor/in)

Abstract

Der Ausbau der amerikanisch-indischen Beziehungen zu einer engen strategischen Partnerschaft ist zu einem zentralen Ziel der Außenpolitik der amerikanischen Regierung unter Präsident George W. Bush geworden. Als Präsident Bush am 2. März 2006 aus Anlass seines Staatsbesuchs in Indien mit seinem indischen Gastgeber Manmohan Singh ein umfangreiches Nuklearabkommen unterzeichnete, ging es vordergründig um eine intensivere Kooperation beider Staaten im zivilen Nuklearbereich. Tatsächlich geht die Bedeutung dieses Abkommens weit über dessen Inhalt hinaus: Es ist das Fundament einer neuen strategischen Partnerschaft, dessen historische Bedeutung für das asiatische Kräftegleichgewicht dem der diplomatischen Anerkennung Chinas durch die USA 1971 gleichkommt.