Zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit China im ChaF-Unterricht
Ein Dialog mit gesellschaftswissenschaftlichen Fachdidaktiken
Autor/innen
Rufe nach mehr „Chinakompetenz“ an deutschen Schulen werfen auch die Frage nach mehr Raum für die inhaltliche Auseinandersetzung mit China im Unterricht von Chinesisch als Fremdsprache (ChaF) an Sekundarschulen auf. Dieser Beitrag gibt einen knappen Überblick über curriculare Vorgaben und bestehende Materialangebote in aktuellen Lehrwerken und versucht, diese durch einen Dialog mit gesellschaftswissenschaftlichen Fachdidaktiken zu erweitern. Dabei werden verschiedene fachdidaktische Prinzipien – Lebensweltbezug, Problemorientierung, Multiperspektivität, Kontroversität und Handlungsorientierung – vorgestellt und anschließend überlegt, inwiefern diese bei Themen- und Materialauswahl sowie bei der Entwicklung von Aufgabenstellungen Anregungen für die inhaltliche Beschäftigung mit China im ChaF-Unterricht liefern können. Ergänzt wird dies durch didaktische Überlegungen zur Bedeutung von Urteilsbildung, der Plurizentrik des chinesischsprachigen Raums sowie der kritischen Reflexion von Chinabildern als mögliche Antworten auf die spezifischen Herausforderungen bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit China. Eine beispielhafte Umsetzung dieser Prinzipien und Über-legungen wird abschließend an einem Online-Lernmodul der China-Schul-Akademie zum Thema „Schule in China“ aufgezeigt.

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.

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