Bücher

Cover von 'Sound as Affect, Media, Data'
Nazan Maksudyan (Hrsg.), Julio Velasco (Hrsg.), Louis Petitjean (Hrsg.), Sarah Kiani (Hrsg.)

Sound as Affect, Media, Data

Die verflochtene Praxis des Aufzeichnens, Verarbeitens und Übertragens von Klang – als Mittel des Wahrnehmens, Vermittelns und Erkennens – spiegelt die kritischen Fragestellungen dieses Bandes wider. Uns geht es darum zu untersuchen, wie Klang über Körper, Räume und Medien hinweg resoniert und dabei sensorische, affektive und epistemologische Wirkungen hervorbringt. Indem wir die vielschichtigen Erscheinungsformen von Klang als Affekt, Klang als Medium und Klang als Episteme in den Blick nehmen, möchten wir einen Beitrag an der Schnittstelle der Sound Studies leisten, die Medientheorie, Kulturwissenschaften, Klangkunst und Affekttheorie miteinander verbindet. Wir möchten erkunden, wie sonore Phänomene affektive Spektren prägen, sich in Materie und Medien einschreiben und ins Zentrum epistemischer Praktiken treten. Der Aufbau dieses Bandes folgt daher drei thematischen Perspektiven: Affekt und Sensorialität; Medien und Materialität; Daten und Epistemologie. Diese Struktur ermöglicht es, die spezifischen intellektuellen Genealogien und theoretischen Bezugsrahmen nachzuzeichnen, die die gegenwärtigen Sound Studies geprägt haben. Zugleich erkennen wir an, dass eine derart klare Unterteilung letztlich künstlich ist. Tatsächlich sind diese drei Dimensionen vielfach eng miteinander verflochten. Sinnliche Erfahrung geht in materielle Form über; mediale Infrastrukturen prägen, wie wir fühlen, wahrnehmen und erkennen; und Wissen entsteht nicht unabhängig von, sondern durch verkörperte, affektive und medial vermittelte Auseinandersetzungen. Wahrnehmen, Materialisierung und Erkennen sind keine voneinander getrennten Bereiche, sondern Teil eines dynamischen und verflochtenen klanglichen Mosaiks. Dieser Band versteht sich als Einladung, diese Verflechtungen ernst zu nehmen. Er bietet keine Taxonomie klanglicher Phänomene, sondern eine Konstellation von Perspektiven, die gemeinsam die produktive Rolle des Klangs dabei beleuchten, wie wir die Welt erfahren, medial vermitteln und verstehen. Wie mehrere Beiträge hervorheben, sind diese Dynamiken zudem untrennbar mit den kolonialen Geschichten verbunden, die die Entwicklung von Klangtechnologien geprägt haben.

Erscheint im Herbst 2026
Cover von 'Art and Culture of Remembrance in Sri Lanka'
Sabine Grosser

Art and Culture of Remembrance in Sri Lanka

An ausgewählten Beispielen zeitgenössischer Kunst und Erinnerungskultur Sri Lankas entwickelt Sabine Grosser eine Annäherung an eine aktuelle asiatische Kunstszene im Kontext kultureller Globalisierung. Methodisch begründet sie eine „multiperspektivische Sichtweise“ im Sinne Welschs, wobei die künstlerischen Positionen von Anoli Perera, Chandraguptha Thenuwara, Druvinka Madawela, Jagath Weerasinghe und Koralegedara Pushpakumara im Mittelpunkt stehen. Durch die Verbindung von kunst- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven gelingt der Autorin eine facettenreiche Analyse. Als zentrale Themen des lokalen Diskurses werden das Verhältnis von Kunst und Krieg sowie Beispiele lokaler Erinnerungskultur behandelt. Die Arbeit erlaubt Einblicke in die vielschichtige Kultur eines vorwiegend theravadabuddhistisch geprägten Landes und reflektiert zentrale Thesen kultureller Globalisierungsprozesse.

Erscheint im Herbst 2026
Cover von 'Characters'
Olga Kopylova (Hrsg.), Simone Schroff (Hrsg.), Lukas R.A. Wilde (Hrsg.)

Characters

Characters: Rights and Roles introduces and interrelates, with a special focus on Japanese visual media (manga, anime, video games, etc.), multiple perspectives on characters in popular culture. Going beyond narratology, art history, and cultural theory, the authors in these 16 chapters bridge perspectives and methodologies from media studies, Japanese studies, and law, in order to expand humanities perspectives on the stakes and interests of copyright holders, licensed and unlicensed creators, legislators, and consumers. The volume’s interdisciplinary approach thus brings into a dialogue, perhaps for the first time, copyright law and the humanities. It addresses the practices and strategies of various parties regarding the production, development, and utilization of characters. In other words, characters are treated as nodes in a range of hetereogeneous, partly overlapping networks – of interrelated character versions, texts and products, industries and rights holders, media formats and platforms. A character then serves as a point from which to explore these various networks through all their rights and roles; conversely, analyzing media network and character mediation helps to identify various character types, their structure and functions.

By bringing together narratology, media studies, and copyright law, as well as digital humanities, this volume explores possibilities for an interdisciplinary, mutually beneficial conceptualization.

Erscheint im Herbst 2026
Cover von 'Calamities and Countermeasures in Pre-modern South Asia'
Vitus Angermeier (Hrsg.), Patrick Zeitlhuber (Hrsg.)

Calamities and Countermeasures in Pre-modern South Asia

Wie wurden Katastrophen im vormodernen Südasien wahrgenommen, und welche Gegenmaßnahmen wurden entwickelt und umgesetzt? Die elf Beiträge des Bandes Calamities and Countermeasures in Pre-modern South Asia setzen sich mit dieser Frage auseinander und beleuchten sie religionsübergreifend sowie aus verschiedenen disziplinären Perspektiven unter Verwendung philologischer, epigraphischer, archäologischer und kunsthistorischer Methoden. Sie behandeln Themen wie politische Krisen, Epidemien, Erdbeben, Tierplagen und Präventionsmaßnahmen im Gesundheitswesen und untersuchen deren kulturelle und soziale Auswirkungen. Diese Publikation trägt zu einem besseren Verständnis darüber bei, wie kritische Ereignisse im vormodernen Südasien wahrgenommen und bewältigt wurden, und ebnet den Weg für weitere Forschungen auf diesem Gebiet.

Erscheint im Herbst 2026
Cover von 'Plurality in South Asia and Beyond'
Ingo Strauch (Hrsg.), Annemarie Mertens (Hrsg.), Friederike Grenner (Hrsg.), Nicolas Martin (Hrsg.)

Plurality in South Asia and Beyond

Als herausragende Merkmale südasiatischer Kultur und Gesellschaft gelten weithin deren Pluralität und Multikulturalität. Grundlegend für das Verständnis dieser spezifischen Qualität der Lebenswelten des indischen Subkontinents und der mit ihm verwobenen Nachbarregionen sind die historische Genese und das Mit- und Nebeneinander dieser multiplen Ausdrucksformen. Dieser Festband für Angelika Malinar eröffnet durch geschichts-, kultur- und sozialwissenschaftliche Perspektiven neue Einblicke in die historische Entwicklung und gegenwärtige Ausprägung von Pluralität in Südasien. Zudem erweitert er den Blick um Perspektiven aus anderen Weltregionen und lädt so zum vergleichenden Denken ein.

Erscheint im Frühling 2027
Cover von 'Object-based Approaches to Tibetan Book Culture'
Markus Viehbeck (Hrsg.), Agnieszka Helman-Ważny (Hrsg.)

Object-based Approaches to Tibetan Book Culture

Der vorliegende Band versammelt aktuelle Forschungen zur tibetischen Buchkultur und verortet sie in gegenwärtigen Debatten zu Materialität. Die Beiträge vereinen philologische, kodikologische, paläographische, anthropologische, historische und naturwissenschaftliche Perspektiven und untersuchen schriftliche Artefakte als materielle Objekte in ihren sozialen und historischen Kontexten. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Herstellung, Überlieferung und Nutzung von Büchern — von Papierherstellung und Drucktechniken über Schreibpraktiken bis zur transregionalen Zirkulation von Handschriften. Der Band bietet damit einen interdisziplinären, objektbasierten Zugang zur tibetischen Buchkultur.

Erscheint im Frühling 2027
Cover von 'Reframing Tradition in Early Modern India'
Biljana Zrnic (Hrsg.)

Reframing Tradition in Early Modern India

The volume presents recent scholarly research on Early Modern India by focusing on shifts and challenges to established concepts and norms across various traditions (Sikh, Hindu, Muslim, Jain) and from different perspectives. Structured into four parts, it brings new materials and methods used by contributors to investigate transformational concepts and the variety of intentions involved in altering texts and the exchange of knowledge. The contributors examine Sikh encounters with Nāth, Sant, and Islamic traditions and literary texts, the vernacular connections with and diversions from Sanskrit models in Sufi, Jain, Vaishnava, and Shaiva traditions, interactions between texts and images in historical, political, and literary contexts, and bhakti traditions in Vaishnava and Dādūpanthī communities dealing with questions of authority and femininity in early modern texts.

Erscheint im Sommer 2027