Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie

Kathrin Holz

The Bhadrakarātrī-sūtra
Apotropaic Scriptures in Early Indian Buddhism

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 27

Dieses Buch untersucht das Bhadrakarātrī-sūtra, einen wichtigen Vertreter der frühen buddhistischen rakṣā-Literatur, und leistet damit einen Beitrag zur Erforschung dieser Literaturgattung. Diese Arbeit präsentiert schließlich eine Edition, Teilrekonstruktion und Übersetzung der beiden erhaltenen Sanskrit-Manuskripte, die in Zentralasien gefunden wurden sowie eine kritische Edition und Übersetzung der tibetischen Version dieses Textes. Besonderes Augenmerk wird auch auf die chinesischen und tibetischen Varianten der Mantras gelegt. Außerdem werden spezifische rakṣā-Elemente, formale Merkmale sowie sprachliche und semantische Muster des Bhadrakarātrī-sūtra hervorgehoben. Diese sind entscheidend für das Verständnis der Besonderheiten seiner Sprache sowie seiner textlichen Entwicklung und Einordnung in die rakṣā-Literatur.

Corinna Wessels-Mevissen

The Gods of the Directions in Ancient India
Origin and Early Development in Art and Literature (until c. 1000 A.D.)

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 14

Die Ursprünge und vielfältigen Entwicklungsstränge des Konzepts der - zumeist acht - Richtungsgottheiten (dikpalas) in der Literatur und vor allem in der Kunst Indiens werden in dieser umfassenden Studie anhand eines umfangreichen Abbildungsteils beschreibend und analysierend vorgestellt. Aus dieser Behandlung des Stoffes ergeben sich neue Erkenntnisse in der ikonographischen Forschung zur figurativen Kunst Indiens.

Sven Bretfeld

Das singhalesische Nationalepos von König Duṭṭhagāmaṇī Abhaya
Textkritische Bearbeitung und Übersetzung der Kapitel VII.3-VIII.3 der Rasavāhinī des Vedeha Thera und Vergleich mit den Paralleltexten Sahassavatthuppakaraṇa und Saddharmālaṅkāraya

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 13

Eine eingehende Erforschung der maßgeblichen „mittelalterlichen" Bearbeitung des Stoffes des singhalesischen Nationalepos - in Pāli als größte zusammenhängende Sammlung von Erzählungen in der Rasavähinī von Vedeha und in singhalesischer Sprache in der erweiterten Bearbeitung von Dharmakīrti - wird nun erstmals in der vorliegenden Arbeit von Sven Bretfeld vorgelegt. Die Bedeutung dieses Stoffes für die Südasienforschung geht weit über den Bereich der reinen Texterschließung hinaus: Im Mittelpunkt dieses Textes steht der seit mehr als zwei Jahrtausenden bestehende Konflikt zwischen Singhalesen und den aus Südindien zugewanderten Tamilen. Es ist eben dieser Konflikt, der im positiven Sinne zum Ursprung der Geschichtsschreibung im indischen Kulturbereich, im negativen Sinn aber zum heutigen Bürgerkrieg in Sri Lanka geführt hat. So hat Sven Bretfeld mit diesem hier zum ersten Mal in einer wissenschaftlichen Ausgabe zugänglich gemachten und erstmalig übersetzten Text einen grundlegenden Beitrag sowohl für die traditionelle Indologie und Buddhismusforschung als auch für ein tieferes Verständnis der heutigen Situation in Sri Lanka geleistet.

Claudine Bautze-Picron

The Art of Eastern India in the Collection of the Museum für indische Kunst, Berlin
Stone & Terracotta Sculptures

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 12

Der Katalog stellt die Steinskulpturen und Terrakotten aus Ostindien vor, die sich im Besitz des Museums für Indische Kunst, Berlin, befinden. Die Sammlung ist alt und wurde zu einer Zeit zusammengetragen, im 19. und frühen 20. Jh., als die einzigen anderen großen westlichen Institutionen, die Kunst aus Ostindien sammelten, das British Museum und das Victoria & Albert Museum waren, und sie ist in ihrer Bedeutung neben die Sammlung des British Museum zu stellen. Sie veranschaulicht spezifische Aspekte der Kunst Ostindiens, die nicht so häufig gesammelt werden, wie die Votivkaitya oder Votivplatten, die in Bodh Gayā gefunden wurden und normalerweise nicht beachtet werden.

 

Ute Hüsken

Die Vorschriften für die buddhistische Nonnengemeinde im Vinaya-Piṭaka der Theravādin

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 11

Wohl gegen Ende des ersten nachchristlichen Jahrtausends endete die Ordinationstradition der Nonnen der buddhistischen Theravāda-Schule. Dennoch werden auch die Verhaltensvorschriften der Nonnen, die ebenso wie die der Mönche als Buddhawort gelten, in der Sammlung der kanonischen Texte weiterhin überliefert. In der vorliegenden Untersuchung wird das Regelkonvolut für Nonnen der Theravāda-Tradition ausgehend von den besonderen Nonnenregeln im Buch der Ordensdisziplin (Vinaya-Piṭaka) und den relevanten Kommentarstellen in der Samantapāsādikā dargestellt und mit den Verhaltensvorschriften für die Mönche derselben Überlieferung verglichen. Die Arbeit ist eine überarbeitete Fassung meiner 1995 vom Fachbereich Historisch-Philologische Wissenschaften der Georg-August-Universität in Göttingen angenommenen Dissertation.

Herbert Härtel

Excavations at Sonkh
2500 years of a town in Mathura district

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 9

Der vorliegende Bericht über die Ausgrabungen am Grabhügel von Sonkh, Distrikt Mathura, enthält eine detaillierte Darstellung der materiellen Überreste, die in acht Saisons (1966-74) von einem Team deutscher Archäologen ausgegraben wurden. Das Team wurde vom Museum für Indische Kunst, Berlin, unter der Leitung des Autors entsandt. Das Buch ersetzt die mehr als 20 Kampagnen- und Vorartikel, die im Laufe der Jahre in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.

 

Joachim Bautze

Drei "Bundi"-Rāgamālās
Ein Beitrag zur Geschichte der rajputischen Wandmalerei

Monographien zur indischen Archäologie, Kunst und Philologie, Band 6

Mit dem vorliegenden Band mochten wir einen Beitrag zur Geschichte der rajputischen Wandmalerei leisten, indem drei Sequenzen von je 36 bisher unveröffentlichten Wandmalereien vorgestellt, ikonographisch bestimmt und datiert werden. Zwei der Sequenzen befinden sich in einem der Öffentlichkeit in der Regel unzugänglichen Teil des Palastes von Bundi, der Hauptstadt des gleichnamigen ehemaligen Fürstenstaates und heutigen Distriktes im Bundesstaat Rajasthan, die eine Malschule hervorgebracht hat, welche Seite an Seite mit der berühmten Malschule von Kangra im Pahari-Gebiet genannt wird. Mitunter wird dieser Malstil sogar zu den schönsten Malstilen der indischen Miniaturmalerei gerechnet.