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Sons, Sebastian: Arbeitsmigration nach Saudi-Arabien und ihre Wahrnehmung in Pakistan: Akteur*innen und Strategien der öffentlichen Sichtbarmachung, Heidelberg: CrossAsia, 2020 (Media and Cultural Studies, volume 1). https://doi.org/10.11588/xabooks.728

Identifiants

ISBN 978-3-946742-76-0 (PDF)
ISBN 978-3-946742-77-7 (Hardcover)
ISBN 978-3-946742-81-4 (Softcover)

Publié

10/08/2020

Auteurs

Sebastian Sons

Arbeitsmigration nach Saudi-Arabien und ihre Wahrnehmung in Pakistan

Akteur*innen und Strategien der öffentlichen Sichtbarmachung

Arbeitsmigration nach Saudi-Arabien gilt in Pakistan aus wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Erwägungen als systemlegitimierend und alltägliches Phänomen: Das Königreich agiert auf (sicherheits-)politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene als einflussreicher externer Akteur in Pakistan. Es ist außerdem das wichtigste Empfängerland pakistanischer Migranten. Aus diesen Gründen werden kritische Themen im Zusammenhang mit Migration in der pakistanischen Öffentlichkeit kaum thematisiert und stattdessen tabuisiert. In den letzten Jahren haben allerdings neue pakistanische Öffentlichkeitsakteur* innen aus Zivilgesellschaft, Medien und von internationalen Organisationen begonnen, dieses Tabu herauszufordern. Sie wollen prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen der Migranten, strukturelle Gewalt sowie die systemische Ausbeutung innerhalb des Migrationsprozesses medial sichtbar machen. Somit tragen die neuen Öffentlichkeitsakteur*innen zu einem medialen Wandel in Pakistan bei, der bestehende Narrative und Tabus zu Migration in Frage stellt. Das Buch analysiert basierend auf umfangreichen empirischen Daten, mit welchen Medienpraktiken und -strategien limitierte öffentliche Räume in Pakistan zu Migration durch diese Akteur*innen erweitert werden.

Sebastian Sons studierte Islamwissenschaft, Neuere Geschichte und Politikwissenschaft in Berlin und Damaskus und absolvierte zuvor eine Ausbildung zum Print-, TV- und Radioredakteur an der Berliner Journalisten-Schule. Er promovierte am Fachbereich "Gender and Media Studies for the South Asian Region" der Humboldt-Universität zu Berlin im Jahr 2019. Seit Oktober 2019 ist er Berater im Regionalprogramm „Zusammenarbeit mit arabischen Gebern“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und lebt derzeit in Jordanien.

Chapitres

Table des matières
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Titelei
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Danksagung
Abkürzungsverzeichnis
Einleitung
1. Kontextualisierung
Pakistanische Migration nach Saudi-Arabien
2. Theoretische Konzeptionalisierung
Neue nationale Öffentlichkeitsakteur*innen als Sprecher*innen zu Migration
3. Methodologie
4. Präsentation und Systematisierung der untersuchten neuen nationalen Öffentlichkeitsakteur*innen
5. Ambivalenz der bilateralen Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Pakistan
Zwischen "Bitterkeit" und "Bruderstaat"
6. Migranten als "neue Sklaven"? Profistreben der Gatekeeper*innen, strukturelle Gewalt und politische Verfehlungen in der pakistanischen Migrationspolitik
7. Migration nach Saudi-Arabien im Teilbereich der pakistanischen Öffentlichkeit
"Event Reporting", Repression und Kooperation mit politischen Gatekeeper*innen
8. Strategien und Praktiken der neuen Öffentlichkeitsakteur*innen
Instrumente zur Herstellung von Sichtbarkeit in der öffentlichen Arena zu Migration
Schlussbetrachtung und Ausblick
Neue Öffentlichkeitsakteur*innen und sich wandelnde mediale Sichtbarkeit von Migration auf translokaler Ebene
Anlage: Zahlen und Statistiken
Literatur- und Quellenverzeichnis
Über den Autor

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