Bücher
Of Death and Birth: Icakkiyammaṉ, a Tamil Goddess, in Ritual and Story
Wissenschaftler, die sich mit der populären Hindu-Religion in Indien befassen, waren schon immer von mündlichen Texten und Ritualen fasziniert, aber überraschenderweise wurden bisher nur wenige Versuche unternommen, die Beziehung zwischen Ritualen und Texten systematisch zu analysieren. Das vorliegende Buch trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen. Die Studie konzentriert sich auf die Dynamik eines lokalen (nicht-brahmanischen) Rituals, seine modulare Organisation und innere Logik, die Interaktion zwischen narrativem Text und Ritual sowie die Bedeutung des lokalen bzw. translokalen Charakters des Textes im rituellen Kontext. Sie zeigt, dass die Untersuchung von Texten in ihrem Kontext hilft, die Komplexität religiöser Traditionen und die Art und Weise, in der Ritual und Text programmatisch eingesetzt werden, besser zu verstehen. Die Autorin bietet eine anschauliche Beschreibung eines bisher unbeachteten Ritualsystems sowie die erste Übersetzung eines Textes namens Icakkiyamman-Katai (IK). Der in tamilischer Sprache verfasste IK stellt eine wesentlich erweiterte Form einer Kernversion dar, die wahrscheinlich bis ins siebte Jahrhundert n. Chr. zurückreicht. Im Gegensatz zur klassischen Quelle ist dieser Text in eine lebendige Tradition eingebunden und wird ständig neu gestaltet. Eine Reihe von Textversionen wurde in Form eines Konspekts zusammengefasst, der Aufschluss über die Variabilität bzw. Stabilität des Textes gibt und unser Wissen über bardische Kreativität erweitert.
Die ursprünglich auf einer dem Buch beigefügten DVD veröffentlichten Filme sind auf der Multimedia-Datenbank heidICON archiviert und können über die nachfolgenden Links abgespielt werden:
Of Death and Birth: A Ritual of the Vēḷāḷas in Paḻavūr, India
- Originalaufnahme mit englischer Sprachausgabe.
- Originalaufnahme in Tamil.
- Stories. 'Stories' enthält Zusammenfassungen der beiden im Ritual gesungenen Texte: The translocal story Icakkiyammaṉ Katai und The local Icakki story.
Aktuelle Forschungsbeiträge zu Südasien: 12. Jahrestagung des AK Südasien, 21./22. Januar 2022, Bonn/online
Extendet Abstracts der 12. Jahrestagung des AK Südasien, 21./22. Januar 2022, Bonn/online
In the Shrine of the Heart: Sants of Rajasthan from the Sixteenth and Seventeenth Centuries
Mit der frühen Neuzeit traten in Nordindien die Sants als Verehrer eines gestaltlosen inneren Gottes hervor. Der vorliegende Band führt in sieben Sant-Autoren ein, die zwischen der ersten Hälfte des sechzehnten und den Achtzigerjahren des siebzehnten Jahrhunderts in Rajasthan lebten. Er untersucht deren komplexen kulturellen Hintergrund, ihre literarischen Konventionen und das Netzwerk ihrer Glaubensgemeinschaft, und er bringt im Hindi-Original mit englischer Übersetzung Proben ihrer Poesie. Die allermeisten dieser Werke waren bisher unübersetzt, ein Text darunter sogar gänzlich unpubliziert.
Sant-Poesie wurde und wird sowohl mündlich wie schriftlich tradiert. Ihre bis in die Gegenwart fortbestehende Lebenskraft verdankt sie weitgehend der Performanz bei religiösen Zusammenkünften oder in der persönlichen Andacht. Dies wird mit einer Reihe von Audio- und Videoproben illustriert.
Rezensionen
David N. Lorenzen in Bulletin de l'École française d'Extrême-Orient (2023)
John E. Cort in History of Religions 64,2 (2024)
China, Kropotkin und der Anarchismus: Eine Kulturbewegung im China des frühen 20. Jahrhunderts unter dem Einfluß des Westens und japanischer Vorbilder
Ziel dieses Buches ist es, einen umfassenden Überblick über die Rolle des Anarchismus im China des frühen 20. Jahrhunderts zu geben. Bislang hat sich die Wissenschaft eher auf die politischen Aspekte wie die Rivalität zwischen den Anarchisten und der KPCh konzentriert und den Anarchismus lediglich als Teil der neueren chinesischen Geschichte behandelt. Diese Studie nähert sich dem chinesischen Anarchismus aus der Perspektive einer kulturellen und international eingebundenen Bewegung, was eine breite Diskussion verschiedener Aspekte im Zusammenhang mit der Genese und Entwicklung der chinesischen anarchistischen Bewegung im Rahmen des Weltanarchismus impliziert.
Puṣpikā: Proceedings of the 12th International Indology Graduate Research Symposium (Vienna, 2021)
In der Serie Puṣpikā – Tracing Ancient India through Texts and Traditions: Contributions to Current Research in Indology werden die Proceedings des International Indology Graduate Research Symposium (IIGRS) veröffentlicht. Puṣpikā ist eine durch Peer-Review qualitätsgesicherte Serie, die dem akademischen Nachwuchs eine Plattform bietet, auf welcher er seine Forschungsergebnisse mit dem Schwerpunkt „Kulturen des vormodernen Südasiens“ präsentieren kann.
Der vorliegende Band ist der sechste der Serie und enthält Beiträge zu verschiedensten indologischen Themen, die auf den Vorträgen des zwölften IIGRS basieren, das vom 22. bis 24. Juli 2021 online und vor Ort in Wien, Österreich, stattfand.
Kushan Histories: Literary Sources and Selected Papers from a Symposium at Berlin, December 5 to 7, 2013
Kushan Histories erörtert neue Forschungen zur Kushan-Dynastie und beruht auf einem Symposium, das vom 5. bis 7. Dezember 2013 in Berlin stattfand.
Rechtskultur und Gerechtigkeitssinn in China
Diskurse über Ordnung und Gesetz innerhalb und zwischen Staaten prägen bereits die frühen überlieferten Schriften aus China. Ob in der philosophischen Debatte zwischen Konfuzianismus und Legismus oder in der Diskussion und Auslegung des Strafrechts durch die höfischen Beamtengelehrten – Rechtsverständnis und Gerechtigkeitsempfinden blieben das chinesische Kaiserreich hindurch von zentraler Bedeutung. Das heutige China sorgt für Kontroversen in Hinblick auf Verbrechen, Strafrecht und Ethik, wobei im In- und Ausland insbesondere chinesische Eigenarten und ausländische Einflussnahmen kritisch diskutiert werden. Im aktuellen Gesellschaftsdiskurs Chinas stehen Fragen nach sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit im Vordergrund, die auch mit der Legitimität der chinesischen Regierung zusammenhängen. Der hiermit skizzierte Themenkomplex Recht und Gerechtigkeit stand im Mittelpunkt der 25. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Chinastudien (DVCS), die vom 7. bis 9. November 2014 in Münster stattfand. Der dazugehörige Tagungsband vereint Beiträge von elf Autorinnen und Autoren, die sich Recht und Gerechtigkeit in China aus philologischer, philosophischer, literarischer, historischer, soziologischer, politologischer und nicht zuletzt rechtswissenschaftlicher Sicht nähern. Der Band umfasst sowohl methodisch als auch zeitlich die Bandbreite der Chinawissenschaften, indem relevante Fragestellungen von der West-Zhou-Zeit bis in die jüngste Gegenwart analysiert werden. Das Ergebnis ist ein facettenreicher Zwischenstand, der auch eine fundierte Grundlage für künftige Diskussionen liefert.
Aus technischen Gründen können minimale Unterschiede zwischen dieser digitalen Version und der Druckversion von Harrassowitz bestehen.
Erinnern und Erinnerung, Gedächtnis und Gedenken: Über den Umgang mit Vergangenem in der chinesischen Kultur
Teile der Vergangenheit im kollektiven Bewusstsein zu halten und gezielt zu vergegenwärtigen, prägt unmittelbar auch die subjektive Wahrnehmung des Individuums. Geteilte Erinnerungen sind eine wichtige Grundlage der Identitäts- und Gemeinschaftsbildung. Formen des Reproduzierens und der Reproduzierbarkeit des Erinnerns, die das Festhalten von Vergangenem wie das Bewahren gegenwärtiger Erkenntnisse einschließen, sind kulturell und historisch bedingt. So gehören zu jeder Kultur des Erinnerns und Gedenkens – oder auch des Vergessens – gesellschaftliche Auseinandersetzungen, Verkettungen, Krisen und Schicksalsschläge ebenso wie positiv besetzte Momente und glückliche Begebenheiten.
Um die Bedeutung der Erinnerungskultur für die vergangene und gegenwärtige Entwicklung Chinas aufzuzeigen, betrachtet der von Maria Khayutina und Sebastian Eicher herausgegebene Band die chinesische Erinnerungskultur aus historischer, philologischer, literaturwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Perspektive und das über einen langen Zeitraum vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Fallstudien der neun Autorinnen und Autoren widmen sich so unterschiedlichen Quellen wie frühmittelalterlichen geographischen Werken, Dynastiegeschichten, Song-zeitlichen Gedichten, Ming-Romanen sowie Wörterbüchern, immateriellem Kulturerbe auf der UNESCO-Liste und zeitgenössischen Filmen bis hin zu aktuellen Entwicklungen auf dem Feld der künstlichen Intelligenz.
Aus technischen Gründen können minimale Unterschiede zwischen dieser digitalen Version und der Druckversion von Harrassowitz bestehen.
Temples, Texts, and Networks: South Indian Perspectives
Seit vielen Jahrhunderten sind hinduistische Tempel und Schreine für das religiöse, soziale und politische Leben Südindiens von großer Bedeutung. Sie sind nicht nur Andachtsstätten, sondern auch Pilgerziele, Orte der Gelehrsamkeit, politische Brennpunkte und Wirtschaftszentren. In diesen Tempeln interagieren nicht nur Menschen und Götter, vielmehr sie sind auch Treffpunkte für Angehörige verschiedener Gruppierungen von nah und fern. Hindu-Tempel existieren nicht isoliert, sondern stehen auf vielfältige Art in Beziehung zu anderen Tempeln und heiligen Stätten. Sie nehmen durch Architektur, Ritual oder Mythologie Bezug aufeinander oder sind konzeptionell verbunden, wenn bestimmte Stätten zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Vor allem in städtischen Zentren können mehrere Tempel, die verschiedene religiöse Traditionen repräsentieren, in einem gemeinsamen sakralen Raum koexistieren. Der vorliegende Band widmet sich den Verbindungen zwischen einzelnen Hindu-Tempeln und den mit ihnen verbundenen Gruppierungen, sei es innerhalb eines bestimmten Ortes oder auf überörtlicher Ebene. Diese Verbindungen werden als "Tempelnetzwerke" beschrieben, ein Konzept, das anstelle von stabilen Hierarchien und Strukturen nodale, multizentrische und fluide Systeme betrachtet, in denen Verbindungen in verschiedenen Bereichen der Interaktion als dynamische Prozesse verstanden werden.
Rezensionen
Amol Saghar in IIAS Reviews (2023)
Malini Ambach, Jonas Buchholz und Ute Hüsken im Gespräch im Raj Balkaran bei New Books Network (2022)
Das Kapīśāvadāna und seine Parallelversion im Piṇḍapātrāvadāna
Die vorliegende Arbeit ist eine überarbeitete Fassung der 1992 von der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn angenommenen Dissertation. Sie beinhaltet die Edition und Übersetzung des Kapīśāvadāna und dessen Parallelversion im Piṇḍapātrāvadāna sowie eine Einleitung mit drei Schwerpunkten:
1. die Zuordnung der verschiedenen Hss der beiden Avadānas zu den entsprechenden Fassungen und, soweit möglich, die Darstellung des Verhältnisses der verschiedenen Fassungen zueinander,
2. die vom Autor benutzten buddhistischen Erzählmotive und
3. die hybriden Sanskrit-Formen.
The Heart of Change - Issues on Variation in Hindi
Dieser Sammelband widmet sich mit seinen sieben englischsprachigen und vier in Hindi verfassten Aufsätzen dem Thema der Sprachvariation – einem zentralen Gegenstand der Forschung zur Sprachverwendung – im Hindi, der Hauptamtssprache Indiens.
Das Buch vereint mehrere theoretische und pragmatische Ansätze in der Erforschung von unter der Bezeichnung 'Hindi' konzeptualisierten Sprachphänomenen und zielt auf eine genauere Beschreibung der sich ständig ändernden Realität der Sprache ab, mit der diese klassifizierende Bezeichnung verbunden wird. Auf diese Weise ermöglicht es einen Einblick in die grenzübergreifenden Veränderungen von Formen und Funktionen des Hindi in Indien selbst und außerhalb des Landes. Daher findet das Phänomen des Sprachkontakts Eingang in diesen Band. Die verschiedenen Studien basieren auf Daten, die aus schriftlichen Texten, darunter auch handschriftlichem Material, und Beispielen mündlicher Rede erhoben wurden.
Sowohl etablierte Wissenschaftler als auch Nachwuchswissenschaftler aus mehreren Ländern Asiens und Europas erforschen in ihren Beiträgen funktionale Aspekte regionaler, sozialer und kultureller Formen des Hindi und ihre Wechselwirkungen in verschiedenen Kontexten, Zeitperioden und Kommunikationstypen. Möglichkeiten und Beschränkungen der formalen Variation von grammatischen Strukturen der Standardform des Hindi werden unter ähnlichen Gesichtspunkten betrachtet.
Der Band schließt außer allgemein sprachwissenschaftlich und soziolinguistisch orientierten Studien auch Beiträge zum Hindi-Unterricht unter dem Aspekt der Sprachvariation ein. Aufgrund seiner thematischen Breite und der Vielfalt der verwendeten Daten zeichnet er sich durch einen innovativen Charakter aus und soll zum besseren Verständnis des Begriffs 'Hindi' sowie der allgemeinen Prinzipien sprachlicher Variation beitragen.
Die Lekhapaddhati-Lekhapañcāśikā: Briefe und Urkunden im mittelalterlichen Gujarat
Text, Übersetzung und Kommentar der Lekhapaddhati-Lekhapañcāśikā, ein anonymer, in Jaina- bzw. Gujarātī-Sanskrit verfasster Text aus dem mittelalterlichen Gujarat, der Muster von Urkunden und Briefen enthält.
Sound, Meaning, Shape : The Phonologist Wei Jiangong (1901-1980) between Language Study and Language Planning
Wei Jiangong war maßgeblich an den radikalen Sprachreformen im China des 20. Jahrhunderts beteiligt, und doch ist er im Westen kaum bekannt. Dieses Buch beschreibt, wie er mit einem utilitaristischen Sprachkonzept und einer tiefen Verankerung in der traditionellen Philologie an der Durchsetzung der Standardsprache, der Kompilation des meistverkauften Wörterbuchs der Welt und der Vereinfachung der Schriftzeichen mitarbeitete. Obwohl diese Maßnahmen oft als großer Einschnitt in die chinesische Sprachwelt gesehen werden, zeigt Weis stetiges Abwägen zwischen sprachwissenschaftlicher Deskription und politischer Präskription, dass sie auch als ein Schritt zur sprachlichen Selbstbestimmung gesehen werden müssen.
Rezensionen
Yurou Zhong, in: China Quarterly (2023), 1-2
Aktuelle Forschungsbeiträge zu Südasien: 11. Jahrestagung des AK Südasien, 07./08. Mai 2021, Göttingen/Online
Extended Abstracts der 11. Jahrestagung des AK Südasien, 07./08. Mai 2021 in Göttingen (Online).
Theorising Emotions: An Enquiry into the Emotion Knowledge of Premodern Tamil Treatises
Emotionen sind aus der Geschichte der Menschen nicht wegzudenken. Doch was wissen wir über das theoretische Emotionswissen und welche Bedeutung messen die südindischen Tamil sprechenden Denker ihm bei? In diesem Buch wird systematisch und erstmals das vormoderne Wissen über Emotionen in Tamil Traktaten und Kommentaren aus verschiedenen Theorie-Strängen und Zeitepochen (11.-17. Jh.) in den Blick genommen. Die Resultate geben Aufschluss über Fragestellungen der verschiedenen Theoretiker, deren Agenda, deren Definition von Emotion, aber auch über Wandel, Linearität, Brüche und historisches Ränderwissen, und nicht zuletzt über das Verschwinden von Emotionswörtern. Dass die Tamilkultur kein systematisches Denken zu Emotionen, außer Emotionen in der Poetik, hervorbrachte, kann überraschen.
Bruchstücke des Bhikṣuṇī-Prātimokṣa der Sarvastivādins; Bruchstücke buddhistischer Sūtras aus dem zentralasiatischen Sanskritkanon
Faksimile-Reproduktion der ursprünglich 1926 und 1932 bei der Deutsche Morgenländische Gesellschaft in Kommission bei F. A. Brockhaus erschienenen Werke "Bruchstücke des Bhikṣuṇī-Prātimokṣa der Sarvastivādins" und "Bruchstücke buddhistischer Sūtras aus dem zentralasiatischen Sanskritkanon", zusammengefasst in einem Band.
Die Sīmā: Vorschriften zur Regelung der buddhistischen Gemeindegrenze in älteren buddhistischen Texten
Die vorliegende Untersuchung ist die erweiterte Fassung meiner 1989 vom Fachbereich Historisch-Philologische Wissenschaften in Göttingen angenommenen Dissertation. Sie setzt sich aus drei Teilen zusammen, die jeweils in sich abgeschlossen und mit einer separaten Einleitung versehen sind. Der erste Teil dieser Arbeit (A) ist dem Terminus sīmā im Vinaya der Theravādin gewidmet. Dabei werden in einem ersten Abschnitt (I) die im zweiten Kapitel des Mahāvagga überlieferten Vorschriften zur Regelung der Sīmā untersucht, während in einem zweiten Abschnitt (II) die Anwendung des Terminus sīmā in alien übrigen Teilen des Vinaya behandelt wird. Teil A soll somit einen Überblick darüber vermitteln, welche Sīmā-Regelungen in dieser frühen Periode bereits in Kraft waren und wie sie angewendet wurden. Im zweiten Teil (B) wird sodann der Kommentar zu den Sīmā-Regeln im Vinaya, d. h. zu dem in A I behandelten Text, aus Buddhaghosas Samantapāsādikā bearbeitet. Hierbei werden zu einer Reihe von Textstellen auch die drei großen Vinayaṭīkās - Vajirabuddhiṭīkā, Sāratthadīpānī und Vimativinodanīṭīkā - herangezogen. In Teil C werden anhand der aus Gilgit stammenden Sanskrit-Handschrift des Vinayavastvāgama und der im Kanjur überlieferten tibetischen Ubersetzung die im Kapitel uber die buddhistische Beichtfeier iiberlieferten Sīmā-Regeln der Mūlasarvāstivādin untersucht und mit den Regelungen der Theravādin verglichen.
Drei "Bundi"-Rāgamālās: Ein Beitrag zur Geschichte der rajputischen Wandmalerei
Mit dem vorliegenden Band wird ein Beitrag zur Geschichte der rajputischen Wandmalerei geleisten, indem drei Sequenzen von je 36 bisher unveröffentlichten Wandmalereien vorgestellt, ikonographisch bestimmt und datiert werden. Zwei der Sequenzen befinden sich in einem der Öffentlichkeit in der Regel unzugänglichen Teil des Palastes von Bundi, der Hauptstadt des gleichnamigen ehemaligen Fürstenstaates und heutigen Distriktes im Bundesstaat Rajasthan, die eine Malschule hervorgebracht hat, welche Seite an Seite mit der berühmten Malschule von Kangra im Pahari-Gebiet genannt wird. Mitunter wird dieser Malstil sogar zu den schönsten Malstilen der indischen Miniaturmalerei gerechnet.
Japan's Contemporary Media Culture between Local and Global: Content, Practice and Theory
Dieser Sammelband bietet ein breites Spektrum an Untersuchungen zur zeitgenössischen Medienkultur Japans und verortet populäre Medieninhalte und die damit verbundenen Praktiken und Theorien im komplexen Wechselspiel zwischen Lokalem und Globalem. Die Kapitel lenken die Aufmerksamkeit auf mehrere prominente Phänomene, schlagen neue Ansätze für die Erforschung von Medien und Medienkulturen vor, und betonen die Bedeutung der Positionalität in diesem Kontext. Der Band dokumentiert die Ergebnisse einer Reihe von Doktorandenworkshops, die zwischen 2017 und 2019 in Kyoto und Leipzig stattfanden, und setzt die dort begonnenen Diskussionen fort.
Eine Errata-Liste wurde am 14. Februar 2022 veröffentlicht.
The Imperial Library of the Northern Song: A Complete Translation of the Lintai gushi (canben) 麟台故事 (殘本) by Cheng Ju 程俱 (1078-1144)
Der vorliegende Text ist eine Übersetzung des Lintai gushi von Cheng Ju, eines Buches, das sich mit den kaiserlichen Büchersammlungen unter den Nördlichen Song beschäftigt. Die Bibliothekssammlungen der frühen Nördlichen Song wurden von Grund auf neu angelegt, um dann bei dem verheerenden Brand von 1015 und bei der Verlegung der Hauptstadt von Kaifeng nach Hangzhou teilweise wieder zerstört zu werden. Das Lintai gushi von Cheng Ju ist die älteste erhaltene Quelle für Informationen über die kaiserlichen Bibliotheken der Nördlichen Song (960-1126). Das Lintai gushi zeugt von den verschiedenen Aktivitäten, die unternommen wurden, um umfassende Büchersammlungen wiederaufzubauen und damit die Lücke in der Geschichte der kaiserlichen Song-Bibliotheken zu schließen.
Excavations at Sonkh: 2500 years of a town in Mathura district
Der vorliegende Bericht über die Ausgrabungen am Grabhügel von Sonkh, Distrikt Mathura, enthält eine detaillierte Darstellung der materiellen Überreste, die in acht Saisons (1966-74) von einem Team deutscher Archäologen ausgegraben wurden. Das Team wurde vom Museum für Indische Kunst, Berlin, unter der Leitung des Autors entsandt. Das Buch ersetzt die mehr als 20 Kampagnen- und Vorartikel, die im Laufe der Jahre in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.
The Art of Eastern India in the Collection of the Museum für indische Kunst, Berlin: Stone & Terracotta Sculptures
Der Katalog stellt die Steinskulpturen und Terrakotten aus Ostindien vor, die sich im Besitz des Museums für Indische Kunst, Berlin, befinden. Die Sammlung ist alt und wurde zu einer Zeit zusammengetragen, im 19. und frühen 20. Jh., als die einzigen anderen großen westlichen Institutionen, die Kunst aus Ostindien sammelten, das British Museum und das Victoria & Albert Museum waren, und sie ist in ihrer Bedeutung neben die Sammlung des British Museum zu stellen. Sie veranschaulicht spezifische Aspekte der Kunst Ostindiens, die nicht so häufig gesammelt werden, wie die Votivkaitya oder Votivplatten, die in Bodh Gayā gefunden wurden und normalerweise nicht beachtet werden.
Kunst, Markt, Kommunikation: Die zeitgenössische Kunstwelt in Indien im Wandel (2000-2018)
Zeitgenössische bildende Kunst findet längst nicht mehr nur in westlichen Kunstzentren statt. Insbesondere „emerging art markets“ wie Indien oder China mit aufstrebenden Mittel- und Oberschichten ziehen seit Beginn der 2000er Jahre verstärkt die Aufmerksamkeit des globalen Kunstfelds auf sich. Diese Kunstmärkte fügen sich jedoch nicht einfach in den westlichen Kunstbetrieb ein, sondern differenzieren sich zu (trans)lokalen Kunstfeldern aus. Das Buch zeichnet nach, wie sich (trans)lokale Kunstinstitutionen, Wissensräume und Ressourcen in Indien zwischen 2000 und 2018 entwickelt haben und legt nahe, den Wandel der zeitgenössischen Kunstwelt in Indien als dezidierten Lokalisierungsprozess zu verstehen. Anhand der India Art Fair, der Kochi-Muziris-Biennale und den Positionierungen und Praktiken lokaler Kunstakteur*innen in Mumbai, Delhi und Kochi wird ein neues Selbstverständnis der kunstinteressierten indischen Gesellschaft sichtbar, das zunehmend zur Emanzipation von westlichen Kunstzentren führt.
Die Vorschriften für die buddhistische Nonnengemeinde im Vinaya-Piṭaka der Theravādin
Wohl gegen Ende des ersten nachchristlichen Jahrtausends endete die Ordinationstradition der Nonnen der buddhistischen Theravāda-Schule. Dennoch werden auch die Verhaltensvorschriften der Nonnen, die ebenso wie die der Mönche als Buddhawort gelten, in der Sammlung der kanonischen Texte weiterhin überliefert. In der vorliegenden Untersuchung wird das Regelkonvolut für Nonnen der Theravāda-Tradition ausgehend von den besonderen Nonnenregeln im Buch der Ordensdisziplin (Vinaya-Piṭaka) und den relevanten Kommentarstellen in der Samantapāsādikā dargestellt und mit den Verhaltensvorschriften für die Mönche derselben Überlieferung verglichen. Die Arbeit ist eine überarbeitete Fassung der 1995 vom Fachbereich Historisch-Philologische Wissenschaften der Georg-August-Universität in Göttingen angenommenen Dissertation.
»Das alles hier«: Festschrift für Konrad Klaus zum 65. Geburtstag
»Das Weltall, die Gesamtheit des in der Welt Vorhandenen, wird in den Brāhmaṇas gewöhnlich mit dem Ausdruck idaṃ sarvam ›das alles hier‹ bezeichnet…«, heißt es in der Doktorarbeit von Konrad Klaus Die altindische Kosmologie (1986). Die Vollendung seines 65. Lebensjahres – zugleich die Vollendung von zwei Jahrzehnten als Universitätsprofessor in Bonn – ist uns willkommener Anlass, Konrad Klaus mit der vorliegenden Festschrift zu ehren. »Das alles hier« darf gerne auch im Hinblick auf das bisherige Lebenswerk des Geehrten gedeutet werden: Ein reiches akademisches Wirken mit vielfachen Aktivitäten in Lehre, Forschung und Wissenschaftsmanagement mit einer großen Zahl brillanter Publikationen zu philologischen und kulturgeschichtlichen Fragestellungen als sichtbare Zeichen. Konrad Klaus hat einen würdigen Platz in der wissenschaftlichen Traditionslinie der Indologie, die in Deutschland institutionell mit der Einrichtung des ersten der indischen Philologie gewidmeten Lehrstuhls an der neugegründeten Universität Bonn 1818 begann. Es wäre verfehlt, zu glauben, die 200-Jahr-Feier 2018 sei eine Art vorgezogenes Begräbnis gewesen. Der Übergang zur Südasienkunde mit einem erneuerten Profil gehört mit zum Lebenswerk von Konrad Klaus, der, obwohl selbst klassischer Indologe, diese Neuausrichtung voll unterstützte und wohlwollend begleitete.
Das singhalesische Nationalepos von König Duṭṭhagāmaṇī Abhaya: Textkritische Bearbeitung und Übersetzung der Kapitel VII.3-VIII.3 der Rasavāhinī des Vedeha Thera und Vergleich mit den Paralleltexten Sahassavatthuppakaraṇa und Saddharmālaṅkāraya
Eine eingehende Erforschung der maßgeblichen „mittelalterlichen" Bearbeitung des Stoffes des singhalesischen Nationalepos - in Pāli als größte zusammenhängende Sammlung von Erzählungen in der Rasavähinī von Vedeha und in singhalesischer Sprache in der erweiterten Bearbeitung von Dharmakīrti - wird nun erstmals in der vorliegenden Arbeit von Sven Bretfeld vorgelegt. Die Bedeutung dieses Stoffes für die Südasienforschung geht weit über den Bereich der reinen Texterschließung hinaus: Im Mittelpunkt dieses Textes steht der seit mehr als zwei Jahrtausenden bestehende Konflikt zwischen Singhalesen und den aus Südindien zugewanderten Tamilen. Es ist eben dieser Konflikt, der im positiven Sinne zum Ursprung der Geschichtsschreibung im indischen Kulturbereich, im negativen Sinn aber zum heutigen Bürgerkrieg in Sri Lanka geführt hat. So hat Sven Bretfeld mit diesem hier zum ersten Mal in einer wissenschaftlichen Ausgabe zugänglich gemachten und erstmalig übersetzten Text einen grundlegenden Beitrag sowohl für die traditionelle Indologie und Buddhismusforschung als auch für ein tieferes Verständnis der heutigen Situation in Sri Lanka geleistet.
The Gods of the Directions in Ancient India: Origin and Early Development in Art and Literature (until c. 1000 A.D.)
Die Ursprünge und vielfältigen Entwicklungsstränge des Konzepts der - zumeist acht - Richtungsgottheiten (dikpalas) in der Literatur und vor allem in der Kunst Indiens werden in dieser umfassenden Studie anhand eines umfangreichen Abbildungsteils beschreibend und analysierend vorgestellt. Aus dieser Behandlung des Stoffes ergeben sich neue Erkenntnisse in der ikonographischen Forschung zur figurativen Kunst Indiens.
The Bhadrakarātrī-sūtra: Apotropaic Scriptures in Early Indian Buddhism
Dieses Buch untersucht das Bhadrakarātrī-sūtra, einen wichtigen Vertreter der frühen buddhistischen rakṣā-Literatur, und leistet damit einen Beitrag zur Erforschung dieser Literaturgattung. Diese Arbeit präsentiert schließlich eine Edition, Teilrekonstruktion und Übersetzung der beiden erhaltenen Sanskrit-Manuskripte, die in Zentralasien gefunden wurden sowie eine kritische Edition und Übersetzung der tibetischen Version dieses Textes. Besonderes Augenmerk wird auch auf die chinesischen und tibetischen Varianten der Mantras gelegt. Außerdem werden spezifische rakṣā-Elemente, formale Merkmale sowie sprachliche und semantische Muster des Bhadrakarātrī-sūtra hervorgehoben. Diese sind entscheidend für das Verständnis der Besonderheiten seiner Sprache sowie seiner textlichen Entwicklung und Einordnung in die rakṣā-Literatur.
Begräbnistexte im sozialen Wandel der Han-Zeit: Eine typologische Untersuchung der Jenseitsvorstellungen
Während der Han-Zeit (202 v.Chr.– 220 n.Chr.) wurden in China den Gräbern Begräbnistexte beigegeben. Diese sollten der Kommunikation zwischen Diesseits und Jenseits dienen. Dieses Werk analysiert systematisch Begräbnistexte aus etwa 180 Gräbern und zeigt so die Entwicklung der Jenseitsvorstellung in Verbindung mit dem gesellschaftlichen Wandel in der Han-Zeit auf. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Form und materielle Beschaffenheit der Texte, ihre physische und symbolische Position im Grab sowie das Layout der Begräbnistexte und die in ihnen verwendeten Siegel gelegt. Durch die statistische Auswertung des geografischen und zeitlichen Auftretens der Begräbnistexte werden zudem die Verbreitungszentren identifiziert und regionale Interaktionen aufgezeigt. Außerdem wird der Zusammenhang zwischen dem Ausbruch von Epidemien und der Verbreitung der grabschützenden Texte in der Ost-Han-Zeit untersucht. Anhand ausführlicher Textanalysen wird anschließend der Frage nachgegangen, ob grabschützende Texte als Produkte des Volksglaubens oder des Daoismus anzusehen sind.
Translating Islam, Translating Religion : Conceptions of Religion and Islam in the Aligarh Movement
Das 19. Jhd. zeichnet sich durch eine koloniale Auseinandersetzung mit Südasien aus. Die Religionen Südasiens werden von den Europäern analysiert, kategorisiert und mit dem Christentum verglichen. Missionarische und orientalistische Kritik sowie die moderne Wissenschaft stellen für die Muslime Südasiens eine völlig neue Konfrontation dar. Das Ziel von "Translating Islam, Translating Religion" ist es, die muslimischen Antworten auf diese Konfrontation zu analysieren, die sowohl eine Übersetzung des Islam gemäß dem Referenzpunkt des Christentums als auch eine Anpassung des Religionsbegriffs selbst implizieren. Im Fokus steht hier die Aligarh-Bewegung, die sich intensiv in diese Debatten einbringt und versucht, eine Neuinterpretation des Islam vorzubringen.
Vom Wesen der Dinge: Realitäten und Konzeptionen des Materiellen in der chinesischen Kultur
Von dieser Annahme ausgehend werden in diesem Band die Beweise materieller Kultur Chinas aus ganz verschiedenen Perspektiven und mit sehr unterschiedlichen methodischen Zugriffen untersucht. Das in den hier versammelten Aufsätzen abgebildete thematische Spektrum reicht u.a. von soziologischen Untersuchungen moderner Machtarchitektur und einer Ethnographie des Recyclings von Bauschutt im gegenwärtigen China über die literaturwissenschaftliche Analyse sogenannter „Dinggedichte“ bis hin zu Fragen sozialistischen Möbeldesigns und dem Problem des Kulturbegriffs in der chinabezogenen archäologischen Forschung. Allen Beiträgen gemein ist jedoch der Versuch, den Dingen dialogisch zu begegnen und diese dabei „zum Sprechen“ zu bringen. N.B.: Aufgrund einer unvollständigen Herausgeberangabe auf der Titelei des Buches wurden sowohl die PDF-Datei des Buches als auch die PDF-Datei der Titelei am 24.11.2021 ausgetauscht.
A Course in Reading Classical Newari: Selections from the Vetālapañcaviṃśati
A Course in Reading Classical Newari ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil bietet in sechzehn Lektionen eine Einführung in Phonologie, Morphologie und Syntax des klassischen Newari ausgehend von der Literatursprache des späten 17. Jahrhunderts. Auch die in der Mehrzahl der in dieser Epoche verfassten Manuskripte verwendete Schrift (pracalita lipi) wird behandelt. Jede der sechzehn Lektionen schließt mit einer praktischen Übung ab. Teil zwei besteht aus zehn im Wortlaut unveränderten Lesestücken, die der bisher unedierten Newari-Fassung der Vetālapañcaviṃśati entnommen sind. Ein Schlüssel zu den Übungen, Verbverzeichnis und Glossar schließen den Band ab.
Aktuelle Forschungsbeiträge zu Südasien: 10. Jahrestagung des AK Südasien, 24./25. Januar 2020, Freiburg
Extended Abstracts der 10. Jahrestagung des AK Südasien, 24./25. Januar 2020 in Freiburg.
Les peintures murales des Cinq Dynasties du grand antiquaire C. T. Loo
Au cours de l’été 2003, alors que l’on préparait l’édition du Catalogue complet des oeuvres remarquables conservées au musée du Palais impérial de Pékin, un lot de peintures oubliées depuis près '' d’un demi-siècle a été retrouvé. Il s’agissait de peintures murales de tombes Tang (618-907) et de temples datant des Cinq Dynasties (907-960), des Song (960-1279) et des Yuan (1279-1368). Parmi toutes ces oeuvres, celles provenant d’un temple des Cinq Dynasties avaient un intérêt tout particulier. L’une d’elles représentait le grand bodhisattva Guanyin, assis dans la position du lotus. Il y avait également trois autres bodhisattva de même taille, debout et présentant des offrandes. La beauté des couleurs, l’aisance du trait, la simpEcité des formes attestaient d’une grande maîtrise. Malheureusement, elles avaient toutes subi des restaurations plus ou moins importantes. En les voyant, j’eus immédiatement l’intuition qu’elles venaient du même monastère qu’un ensemble de peintures murales qui se trouvait à l’étranger depuis les années 1920. [...]
Épaves, archéologie sous-marine et histoire de l’architecture navale
C’est en 1925 que le philologue et archéologue français Salomon Reinach (1858-1932), ancien directeur du musée des Antiquités nationales de Saint-Germain-en-Laye, écrivit ces lignes révélatrices de la fascination exercée sur ce scientifique par la Méditerranée et son patrimoine archéologique sous-marin. Si elles gardent, quatre-vingt trois ans après avoir été rédigées, toute leur force évocatrice, il est certain, en revanche, qu’elles ne traduisent plus les réalités de la recherche actuelle, que celle-ci concerne la Méditerranée, l’Atlantique, le Pacifique, l’Océan Indien ou encore les Mers de Chine. En effet, les fonds sous-marins sont désormais facilement accessibles grâce aux progrès de la plongée autonome à l’air. En outre, les profondeurs d’intervention sont de plus en plus importantes (60 m est la limite des plongées professionnelles scientifiques à l’air dans le cadre de la législation française) avec le recours aux mélanges gazeux tels que le Trimix ou le Nitrox et, pour les très grandes profondeurs, avec l’utilisation d’engins sous-marins. De plus, le patrimoine archéologique sous-marin et subaquatique — celui des fleuves et des lacs — n’est pas seulement constitué par les épaves de l’Antiquité. Les vestiges d’aménagements portuaires, les sites de mouillage, les dépotoirs représentent d’autres éléments tout aussi significatifs de ce patrimoine immergé. S’agissant des épaves, ce ne sont pas seulement celles de l’Antiquité qui sont désormais fouillées et étudiées, mais également celles du Moyen Age et de l’époque moderne. [...]
Histoire orale de la ville de Pékin
J’ai entrepris à titre expérimental d’utiliser les méthodes de l’histoire orale pour faire revivre les cent dernières années de Pékin. J’ai choisi de traiter le sujet de mon propre point de vue, c’est-à-dire à partir de mon expérience et mon histoire personnelle. Bien sûr, pour comprendre l’histoire d’une ville aussi riche, il faudrait non seulement s’appuyer sur des centaines d’entretiens et, en plus, compulser un grand nombre de documents afin de croiser les sources écrites et la mémoire orale. C’est dans cette direction que je m’efforce d’aller. Les questions théoriques relatives à l’histoire orale et sa méthode sont en Chine dans leur première phase d’élaboration. Les recherches en Occident, et en particulier en France, sont probablement beaucoup plus avancées. Ces dernières années, les travaux sur l’histoire de la ville de Pékin ont surtout été le fait d’historiens géographes intéressés à l’urbanisme ; d’autres publications, très nombreuses, appartiennent davantage à la vulgarisation et n’entrent pas dans le domaine scientifique. D’une façon générale, les recherches sur l’histoire de Pékin sont passablement en retard par rapport à celles qui concernent des villes plus récentes comme Shanghai, Wuhan ou Chongqing. Certes, quantité d’ouvrages sur les ruelles de Pékin, les hutong, ont été publiés, mais ils se limitent tous à une présentation de leurs noms, de leur histoire, des gens célèbres qui y ont vécu ou des anecdotes qui les concernent, sans s’intéresser à la vie des habitants ordinaires, à leurs souvenirs, leurs sentiments, alors que c’est justement eux qui composent le visage et l’âme de la ville.
Image et rituel dans la peinture funéraire de Poseidonia-Paestum au IVe siècle av J.-C.
Le site de Poseidonia-Paestum en Italie méridionale a livré un ensemble de peintures funéraires, datées entre le début du Ve siècle et les premières décennies du IIIe siècle av. J.-C., qui offre un témoignage exceptionnel sur les coutumes et les croyances de ses habitants. La cité est fondée, vers 600 av. J.-C., à la frontière avec le monde étrusque et campanien, par des colons venus de Sybaris en Calabre et passe sous l’hégémonie de groupes italiques, les Lucaniens, dans le dernier tiers du Ve siècle av. J.-C. C’est une manifestation d’un phénomène plus général qui frappe d’autres cités grecques, comme Cumes, ou étrusques, comme Capoue, et que les sources grecques décrivent en termes de « barbarisation ». Nous avons conservé, à propos de Poseidonia, un passage du philosophe pythagoricien de la fin du IVe siècle, Aristoxène de Tarente. [...]
Le défunt de la grande tombe celtique de Hochdorf : du chef de famille aristocratique au roi bienheureux
La première phase historique de développement du monde celtique, ou période de Hallstatt (800-450 avant notre ère), est marquée, en Allemagne du Sud et en France de l’Est, par deux phénomènes simultanés : d’une part la montée en puissance d’un milieu aristocratique prospère dont les membres sont enterrés dans des tertres funéraires toujours plus grands avec des ensembles d’objets toujours plus riches ; d’autre part l’accroissement des échanges avec les cultures méditerranéennes - grecque, étrusque et nord-italiques. Les objets importés sont liés surtout à la culture du symposion grec, le banquet dans lequel la consommation du vin prend une signification à la fois festive, politique et religieuse. Au VIe siècle avant notre ère, de grands centres contrôlés par des familles aristocratiques puissantes se développent. Il peut s’agir de véritables villes, comme celle de la Heuneburg dans la haute vallée du Danube. Sur ce site, les nouvelles fouilles ont montré que l’habitat ne se limitait pas à la ville haute, que l’on connaissait depuis longtemps, mais comportait aussi une ville basse, qui s’étendait sur environ 80 hectares et avait une organisation régulière. Cette véritable ville, la plus ancienne connue au nord des Alpes, disposait d’un territoire agricole qui était partagé entre un petit nombre de grands lignages aristocratiques. Les membres les plus importants de ces groupes étaient enterrés dans de très grands tertres funéraires dispersés dans le territoire.Les institutions politiques de ces premiers grands centres celtiques sont mal connues. Il s’agissait sans doute d’un système tribal complexe dans lequel la charge suprême n’était pas héréditaire, mais plutôt élective, à l’intérieur du groupe restreint des grands chefs de lignages.
Entre routine bureaucratique et passion du métier sur la pratique médicolégale en Chine à l’époque des Qing
Comme tant d’autres choses en Chine, la médecine légale peut se prévaloir d’une très longue histoire. Certains documents administratifs découverts dans des tombes révèlent que les fonctionnaires locaux du début de l’ère impériale, sous les dynasties des Qin (221-206 av. J.-C.) et des Han (206 av. J.-C.-220 ap. J.-C.), pratiquaient déjà l’examen systématique des victimes d’homicides ou des personnes mortes dans des circonstances peu claires dans le but de déterminer les causes exactes du décès. A vrai dire nous en savons assez peu sur les principes, les techniques et les règlements qui régissaient la médecine légale en Chine à cette époque, et de même pendant les siècles suivants, ce qu’on est convenu d’appeler l’époque médiévale. En revanche la situation change du tout au tout avec la dynastie des Song (960-1269). Il est clair alors que la pratique médicolégale a atteint un niveau élevé de sophistication ; et si on peut l’affirmer, c’est sur la foi du premier manuel de médecine légale qui nous ait été conservé, le Xiyuan jilu (« Textes réunis pour laver les injustices »). Song Ci (1186-1249), son auteur, était un fonctionnaire judiciaire de la fin des Song du Sud, et la préface qu’il a donnée à son oeuvre date de 1247. Comme l’indique son titre, et comme le confirme sa préface, le Xiyuan jilu tirait une partie de sa substance de textes plus anciens, aujourd’hui perdus. On considère en général que la procédure suivie pour les autopsies à l’époque des Qing, qui nous concernera ici, tout comme les formulaires et les diagrammes utilisés pour rendre compte des observations faites, remontent à l’époque des Song du Nord (960-1127) et ont été mis au point sous les Song du Sud. [...]
Le chamanisme ou l’art de gagner sa chance grâce à des partenaires imaginaires
L'étude anthropologique d’une forme archaïque de chamanisme, celle rencontrée dans les sociétés sibériennes vivant de chasse, permet-elle de comprendre la récurrence de faits visant à « attirer la chance » ou « écarter la malchance », dans d’autres contextes? Est-ce là un élément religieux irréductible ?
Tackling Urban Monotony: Cultural Heritage Conservation in China’s Historically and Culturally Famous Cities
In einem sich mit hoher Geschwindigkeit urbanisierenden China und der damit einhergehenden Entstehung monotoner Stadtbilder gewinnt die Erhaltung lokaler Charakteristiken zunehmend an Bedeutung. Als Reaktion auf diese Entwicklung priorisieren die Zentral- und Lokalregierungen Anfang der 1980er Jahre zunächst den Schutz von 24 "Historisch und kulturell berühmten Städten". Das Buch betrachtet drei revitalisierte Wohngebiete in der Region Jiangnan. In Suzhou begann die Revitalisierung des Historischen Blocks Pingjiang mit der Konservierung seiner Hauptstraße unter strenger Einhaltung internationaler Standards. Als einer der Pilotstandorte für den UNESCO Managementansatz der Historischen Stadtlandschaft testet die Wasserstadt Tongli ein eigenes Modell zur Integration ihres Wohn- und Tourismusgebiets. In Shanghais Tianzifang wiederum ist die Transformation von Lilong-Wohnhäusern und Fabrikgebäuden in ein Kreativ- und Freizeitviertel das Ergebnis eines bemerkenswerten „Bottom-up“-Prozesses. Anhand dieser drei Pionierbeispiele argumentiert und demonstriert die Studie, wie sich "Historisch und kulturell berühmte Städte" von ihrem ursprünglichen Konzept zu einem mehrschichtigen Schutzsystem entwickelt haben.
Les objects liturgiques du taoïsme à la lumiére des récentes découvertes archéologiques
La religion taoïste tient une place trés importante clans la culture chinoise. Elle a pour base les croyances religieuses des époques Qin (221-206) et Han (206-220) et les doctrines de Laozi et Huangdi, et s’est développée par combinaison de ces dernières et d'éléments nouveaux. Le taoïsme est indépendant du confucianisme et du bouddhisme, et constitue à leurs côtés le troisiéme pilier de la culture traditionnelle chinoise. Les croyances, l’objectif à atteindre et les méthodes pour y parvenir sont nettement différents de ceux du confucianisme et du bouddhisme. Les nombreux vestiges que le taoïsme nous a laisés ont une originalité artistique incontestable, et attirent l’attention tant par leur contenu que par leur aspect. Les premiers savants qui ont initié des rcherches à ce sujet avaient déjà noté ces particularités. Ainsi, en 1919, le célèbre sinologue français Edouard Chavannes, dlans un long article intitulé «Le jet des dragons», a fait une étude approfondie sur une fiche en jade de 928, dont le style est très marqué. Cet article avait apporté un éclaircissement sur les images figurant sur cette fiche, ce qui avait ouvert une nouvelle voie à l'étude du taoïsme en y donnant un niveau d’approfondissement jamais atteint par le passé. [...]
Les calendriers du IXe-Xe siècle et les almanachs d’aujourd’hui
Le contenu des calendriers traditionnels chinois s'est perpétué jusqu'au milieu du XXe siècle et ont eu une influence décisive sur l'ensemble de l'Asie orientale. Cette influence est demeurée ininterrompue en dehors de la Chine continentale, où les techniques calendaires et divinatoires, après les bouleversements de 1949, ont été sévérement critiquées et ont connu une brutale interruption de leur usage. Le contenu des calendriers qui était universellement connu est ainsi devenu inconnu aux chinois de Chine populaire, notamment pour les plus jeunes. Je ne suis pas une exception. De 1994 à 1995, grâce à l'invitation du Centre de promotion culturelle de Hong Kong, j'ai eu la chance et l'honneur de faire des recherches pendant trois mois sous la direction du professeur Rao Zongyi et ainsi de me pencher sur les almanachs de Hong Kong. En les comparant avec les calendriers de Dunhuang, j'ai été surpris de constater que leur contenu était pour tout ou partie identique, et qu'il m'était même possible sur la base des calendriers de Dunhuang de corriger les erreurs des calendriers contemporains. Pendant de nombreuses années, j'ai collectionné des almanachs couramment utilisés en Asie orientale afin de les étudier. Pour cela, j'ai obtenu l'aide du chercheur japonais Seo Tatsuhiko, du Singaporien Ku Cheng Mei, du Taïwanais Zongshan, de Lin Wushu de l'Université Sun Yatsen de Canton et de Wang Yucheng de l'Académie des sciences sociales de Chine. C'est grâce à eux que j'ai pu mener une recherche sur ce thème et profite donc de cette occasion pour leur exprimer ma gratitude. [...]
L’ imprimerie chinoise s’est-elle transmise en Occident ?
L’histoire du livre chinois naît dans les premières années du 20e siècle, avec les travaux fondateurs de Ye Dehui (Shulin qinghua, Propos purs sur la forêt des livres, préface de 1911) et de Shimada Kan (Kobun kyûsho kô, Etudes sur les livres anciens, 1905). Cette histoire se confond en réalité, et cela jusqu’à une période récente, avec une histoire des techniques de l’imprimerie chinoise, imprimerie par planches de bois gravées (xylographie), ainsi que par caractères mobiles de plusieurs matériaux (typographie). Cette direction est illustrée par l’ouvrage de Sun Yuxiu, Zhongguo tiaobanyuanhu kao ( Etude sur le développement de l’imprimerie en Chine, 1916), et même par celui de Thomas F. Carter, The invention of pnnting in China and its spread westirard (1925, réimpr. 1931, rééd. 1955) [ill. 1], Jusqu’à une période récente, l’approche n’a pas vraiment changé. Les spécialistes ont surtout concentré leur intérêt sur les techniques de reproduction et, parfois, sur les mérites respectifs des procédés extrême-orientaux et européens. Ce n’est que depuis quelques années qu’une nouvelle tendance se fait jour, qui traite d’une histoire du livre plus étendue et prend en compte le monde de l’édition. Depuis peu, sous l’influence de l’école française d’histoire du livre, représentée notamment par son fondateur, Henri-Jean Martin, et par Roger Chartier, les sinologues américains ont commencé de cultiver ce vaste champ de l’histoire du livre chinois, de sa production comme de ses usages.
Un chapitre de l’histoire des mathématiques en Chine réexaminé: La procédure «de l’excédent et du déficit», le Livre sur les calculs mathématiques et les Chroniques du miroir d’Occident
La procédure «de l’excédent et du déficit» constitue une importante étape dans le domaine des mathématiques en Chine. Les récentes recherches montrent que bien avant l’achèvement des Neuf chapitres sur les procédures mathématiques (ca. début de notre ère), les mathématiciens avaient déjà une connaissance presque parfaite de cette méthode de calcul. La découverte à Zhangjiashan (Jiangling, Hubei) d’un ouvrage rédigé sur fiches en bambou datant des Han, le Livre sur les calculs mathématiques, en a apporté une ultime confirmation. Au Moyen Age, cette procédure avait été transmise en Europe par l’intermédiaire du monde arabe, pour y devenir durant la Renaissance une méthode universellement utilisée pour la résolution des calculs arithmétiques. Au XVIe siècle, elle retournait à son point d’origine, présentée dans les livres mathématiques apportés par les jésuites en Chiné. L’analyse de l’historique de sa transmission nous servira de fil conducteur afin de montrer la complexité du processus de propagation des connaissances scientifiques dans des mondes culturels différents et l’indispensable complémentarité des sources pour la recherche en histoire des sciences.
L' Étude des Contes: Ce que les contes nous apprennent sur l'homme
Dans la Grece ancienne, il y a deux mille cinq cents ans environ, les lettres se preoccupaient deja des mythes et des legendes. Comme les anciennes civilisations de Mesopotamie ou d'Egypte, les Grecs honoraient de multiples dieux et racontaient a leur sujet de nombreuses histoires. Les Grecs aimaient croire que dans un passe lointain, les hommes et les dieux avaient vecu plus proches les uns des autres et ils racontaient des legendes au sujet de heros - comme, par exemple, Promethee - qui n'etaient pas des dieux mais qui etaient tout de meme plus puissants que les etres humains Il aurait ete difficile aux intellectuels de l'antiquite grecque, et ensuite a ceux de l'empire romain, de rejeter entierement les croyances et les recits qui etaient intimement lies a leur culture. Cependant, il ne pouvaient pas non plus accepter tout a fait ces histoires invraisemblables et bizarres. Ils chercherent clone a se former une conception plus philosophique et plus abstraite des dieux en les debarrassant des faiblesses et des passions humaines que la mythologie leur attribuait. Ils chercherent egalement a donner un sens aux legendes apparemment absurdes qui entouraient les heros et les dieux. [...]
Permanences et diversités du monastère bouddhique
Dans son expansion historique de l’Inde au Japon, le bouddhisme s’est établi dans des aires de cultures très différentes qu’il a plus ou moins profondément pénétrées, tout autant qu’il en a été localement façonné. Si un trait commun aux pays bouddhiques reste la présence de leurs monastères, ceux-ci ont également évolué dans une grande diversité, aussi bien dans leur organisation et leur fonctionnement que dans leur architecture dont les conceptions, les formes et les matériaux se sont adaptés aux traditions et aux techniques locales.
Une telle diversité ne permet pas de trouver une définition du monastère assez générale pour s’appliquer sans exception. La plus universellement acceptable serait : un lieu où résident des moines, mais déjà les monastères newar de Patan, au Népal, ne répondent plus à ce critère puisque qu’ils ne sont plus habités par une communauté. Pourtant, ils sont toujours considérés comme des monastères par les lignages bouddhiques qui habitent autour, en assurent le fonctionnement et dont les jeunes garçons viennent rituellement y passer quelques jours après une cérémonie d’initiation assimilée à une ordination temporaire. [...]
Mythos und Moloch : Die Metropole in der modernen Hindi-Literatur (ca.1970-2010)
Die vorliegende Studie untersucht Hindi-sprachige Stadtliteratur in der Zeit zwischen 1970 und der Gegenwart. Anhand von populären Mythen wie der „trügerischen Stadt“ (māyāvī śahar), Figuren wie dem Flaneur und Orten wie der Teebude zeigt sie, wie regionalsprachliche Narrative eine Schnittstelle zwischen globalen und nationalen Diskursen und lokalen Erfahrungswelten bilden. Hindi-Stadtliteratur eröffnet einen kritischen Diskursraum für gesellschaftliche Selbstbefragungen im modernen Indien. Einerseits stabilisiert sie Identitätsvorstellungen, andererseits bietet sie Raum für alternative Vorstellungen von einem authentischen Zusammenleben in Delhi, Mumbai, Kalkutta und anderen nordindischen Großstädten. Erstaunlicherweise orientieren sich sowohl konservative als auch (neo)marxistische Alternativen an demselben Gedanken der idealisierten indischen Nation. Gerade utopische Erzählungen und Werke, in denen es um Bürgerschaft geht, schlagen mit der Frage nach dem „Eigenen“ eine Brücke zwischen dem nationalen Einheitsideal der Gründerjahre der indischen Republik und der postkolonialen Kritik der 1980er und 1990er Jahre. Stadtliteratur in Hindi bereichert damit intellektuelle und politische Debatten durch regionalsprachliche Lesarten von Vergangenheit und Gegenwart.
Rezensionen
Justyna Kurowska in IQAS Autumn/Winter 2021
A Manual of Modern Kannada
Kannada (auch bekannt als Canarese) ist eine der wenigen großen lebenden indischen Literatursprachen, die von der indischen Regierung aufgrund ihrer historischen Bedeutung und ihres literarischen Reichtums offiziell als klassische Sprachen anerkannt wurden. Sie wird heute von rund 65 Millionen Menschen gesprochen, ist die einzige Amtssprache des südindischen Bundesstaates Karnataka und gilt als eine der führenden modernen Literatursprachen Indiens. Dieses Handbuch wurde speziell für den Unterricht dieser dravidischen Sprache in einem akademischen Umfeld geschrieben, eignet sich aber auch für das private Selbststudium.
N.B.: Eine Liste mit "Corrigenda to A Manual of Modern Kannada" wurde am 20.12.2021 hinzugefügt.
Protection du patrimoine architectural, urbain et paysager en France
Responsable de l’Observatoire de l’architecture de la Chine contemporaine Ministère de la culture et de la communication La France et la Chine ont en commun de disposer d’un patrimoine d’une grande richesse : patrimoine architectural remarquable des villes et patrimoine architectural du quotidien. Sa qualité est liée au savoir-faire des hommes, au choix des sites et aux transformations successives que l’usage a imposé. Je commencerai par identifier brièvement les points communs et les différences entre les deux pays, puis j’évoquerai l’apparente contradiction entre patrimoine et modernité, avant d’exposer les principales étapes de la législation en France, les procédures et les compétences humaines nécessaires à l’application d’une véritable politique de mise en valeur durable des sites et des centres anciens.




